Berlin Schlemmerroute

Berlin

Nicht das Brandenburger Tor, der Fernsehturm oder Checkpoint Charlie machen Berlin aus. Es sind die Viertel und Kieze, die der Hauptstadt ihren unvergleichlichen Charakter geben. Kommen Sie mit auf einen Bummel durch Kreuzberg und Neukölln, wo das kulinarische Herz der Metropole schlägt und das Leben bunt ist

Reise-Informationen

Berlin ist mit etwa dreieinhalb Millionen Einwohnern die größte Stadt Deutschlands. Vom Flughafen „Willy Brandt“ (BER) ist Berlin-Mitte mit dem Regionalexpress und der S-Bahn etwa eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt.
HINKOMMEN
Lufthansa fliegt von München und Stuttgart nach Berlin. www.lufthansa.com/de/de/homepage

Deutsche Bahn Innerhalb Deutschlands erreicht man den Berliner Hauptbahnhof auch umweltfreundlich mit der Bahn. https://www.bahn.de

WEITERE INFORMATIONEN
Visit Berlin bietet als offizielles Reiseportal der Stadt nützliche Infos zu Sehenswürdigkeiten sowie zu aktuellen Events und Terminen. https://www.visitberlin.de/de
Deutsche Zentrale für Tourismus Das Fremdenverkehrsamt hält ebenfalls reichlich Wissenswertes zur Reiseplanung bereit. https://www.germany.travel/de/startseite.html

Kaffee ist in Deutschland beliebt. Das ist auch in der Hauptstadt so. Wir sitzen am Tisch mit Philipp Reichel. Er serviert. Es ist Samstagmorgen, und in seinem Café Kaffee 9 in der Markthalle Neun ist es zu dieser Zeit noch herrlich ruhig.

Obwohl Kaffee natürlich in ganz Berlin getrunken wird, gilt Kreuzberg als Kaffeezentrum der Stadt. Philipp Reichel erklärt, dass es dort in einem Umkreis von etwa 30 Gehminuten rund fünf Röstereien gibt. Bei allen liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit, sie arbeiten umweltbewusst, transparent und sozial engagiert. Auch Reichels Kaffee 9 und seine Rösterei Vote spiegeln den Ethos des Viertels wider: Reichels Kundschaft – Berliner, Zugezogene und Touristen – versorgt er mit fair gehandelten Kaffeespezialitäten aus Zentral- und Südamerika sowie Afrika. „Unsere Bohnen haben auch eine politische Botschaft“, sagt er. „Wir möchten den Kaffee entkolonisieren und setzen uns für eine nachhaltige Zukunft ein.“

Als ehemals geteilte Stadt hat Berlin kein Zentrum im eigentlichen Sinne. Stattdessen ist es in zwölf Bezirke aufgeteilt, die wiederum mehrere Ortsteile – die Berliner nennen sie auch Kieze – umfassen, jeder davon mit ganz eigenem Charakter und anderem Gesicht.

Wir konzentrieren uns bei unserem Bummel auf Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Selbst in diesen beiden Bezirken ist es manchmal nur eine Straße, eine Häuserecke oder eine Kreuzung, die Welten voneinander trennt. Wir spazieren durch den mehr und mehr gentrifizierten Schillerkiez, wo immer öfter Altbauten luxussaniert und urige Kneipen durch moderne Cafés ersetzt werden. Am Landwehrkanal begegnen wir Joggern, Hundebesitzern beim Gassigehen und Hipstern beim Boule-Spiel. Wir erkunden Rixdorf,  das auch als Böhmisches Dorf bekannt ist und 1737 von Flüchtlingen aus Böhmen gegründet wurde. Wir treffen am Kottbusser Tor auf Hektik, Lärm und diverse Kebab-Lokale und Spätis, wie die rund um die Uhr geöffneten Kioske in Berlin heißen. Wir pausieren im kulinarischen Herzen Kreuzbergs, der Markthalle Neun, die mit ihrem großen Angebot regional angebauter und produzierter Erzeugnisse sowohl Touristenmagnet als auch Bezugsquelle für die Gastronomen der Hauptstadt ist.
 
Wir bewegen uns Richtung Süden und kommen auf einer Kopfsteinpflasterstraße in Neukölln an – und bei Marion Coulondre und Thomas Giese, die uns herzlich begrüßen. Das sympathische französisch-deutsche Paar hat hier mehrere Jahre lang das Café Bichou betrieben, das schnell zum beliebten Nachbarschaftstreff wurde. Brioches und Tartes waren begehrt, und die beiden wurden für das Bevorzugen regionaler und saisonaler Produkte sowie ihr Umweltbewusstsein gelobt. Heute teilen sie ihre Liebe für gutes Essen online – und mit uns persönlich. Wir dürfen Schweineschulter mit Birnen und Kartoffelstampf verkosten. Das Wohlfühlgericht wird im Glas serviert. Auf einer Bank vor dem Haus genieße ich Marions hausgemachte Ingwerlimonade, während sie mir erzählt, dass sie und ihr Partner auch weiterhin versuchen, mit kleinen Schritten in Richtung zero Waste zu steuern, indem sie Verpackungsmüll reduzieren und Dinge wiederverwerten.
 
Zum Dessert werden wir mit glänzenden ofenwarmen Chai-Brioches mit karamellisiertem Boden verwöhnt. Die Gewürze für den Teig sind schlicht dieselbe Mischung, mit der auch ihr Chai-Tee zubereitet wird. Damit weniger verschwendet wird, braucht es kreative Ideen wie diese. „Berlin möchte immer grüner werden“, sagt Marion. „Und viele Gastronomen wollen da mit gutem Beispiel vorangehen. Ich hoffe, dass diese Bewegung mehr als nur ein Trend ist.“ Sie erzählt, dass sich auch die Foodszene in Neukölln in den letzten Jahren verändert hat. „Es gibt hier ein breites Spektrum an Bars, Cafés und Lokalen. Alle ergänzen sich gegenseitig. Hier findet man keinen Wettbewerb. Jeder macht einfach das, was er am besten kann.“
 
In einer anderen ruhigen Straße in Neukölln, ganz in der Nähe des Landwehrkanals, liegt das CODA. Dicke graue Vorhänge hängen vor den Fenstern des Sterne-Restaurants. Bekannt ist es vor allem für sein Sieben-Gänge-Überraschungsmenü, das nur aus Desserts besteht. Von außen kann man als Schaulustiger wegen der Vorhänge kaum erahnen, was sich dahinter verbirgt, von innen wirkt der graue Stoff dagegen beinahe wie ein Theatervorhang und ist der perfekte Hintergrund für das ebenso dunkle wie puristische Interieur. „Wir machen es extra ein bisschen geheimnisvoll“, sagt der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Koch René Frank. „Dank der Vorhänge können wir sicher sein, dass niemand guckt.“
 
Aber sieben Dessert-Gänge machen doch mehr als neugierig. Die Gerichte von René Frank sind allerdings nicht die typischen zuckersüßen Nachspeisen, die im westlichen Europa bekannt und beliebt sind. „Das Dessert hat sich in diesem Teil der Welt kaum weiterentwickelt“, sagt er. Inspiration holt sich Frank deshalb woanders und beobachtet, was andere Kulturen als Nachtisch definieren und welche Zutaten sie verwenden. Aus diesen Einflüssen kreiert er dann seine eigenen progressiven Desserts. Die Inspiration für seine zarten Beef‐Cakes mit Knochenmark fand er im Iran. „Neben Knochenmark geben wir auch noch Mandeln in den Kuchen“, sagt Mitgründer und Designer Oliver Bischoff. Und fügt schmunzelnd hinzu: „Na ja, und noch etwa zehn weitere Zutaten.“ Süß ist dieser Gang dann doch, er wird aber durch feine herzhafte Rauchnoten elegant abgerundet. Was dann aufgetischt wird, ist sowohl in künstlerischer als auch kulinarischer Hinsicht extravagant: spanische Churros aus fermentierten Sojabohnen – mit einem Dip aus Miso und Haselnuss; pochierte Aubergine mit Lakritzsalz und einem Eis aus wilder Pekannuss; Maiswaffeln mit Raclette‐Käse, Joghurtdip und einem Hauch Gurkenpulver. Frank und sein Team verarbeiten nur saisonale Zutaten und bemühen sich, so viel wie möglich davon aus der Region zu beziehen. Eine Anlaufstelle ist etwa die Markthalle Neun. „Vielleicht stehen bei uns im Dezember Aprikosen auf der Karte“, sagt er. „Die haben wir dann aber schon im Juli eingelegt.“ Jedes noch so kleine Element der überraschenden Gerichte wird hier selbst gemacht – von intensiv aromatischen Fruchtgummis mit Rote-Bete-Pulver im ersten Gang bis zur Schokolade, die das Menü als Mousse mit Pflaumensorbet und gepuffter Schweinehaut beendet. „Vor allem die Zubereitung der Pulver kostet Zeit“, sagt Frank. „Aber die Herausforderung treibt uns an.“

In den Straßen rund um das CODA zeigen sich viele Facetten des Viertels – mit Kopfsteinpflaster, Graffiti, Craftbeer-Läden und grellen Neonschildern. Von hier ist es nur ein kurzer Spaziergang zur Sonnenallee, die einst von der Berliner Mauer geteilt wurde und heute mit Spezialitäten aus der Türkei, dem Libanon, aus Palästina und Syrien ein kulinarisches Mekka ist. Im Schaufenster einer Bäckerei liegen große Edelstahlbleche mit vom Honig glänzendem Baklava, hinter einem anderen Fenster warten frische Adana- Kebab-Spieße auf den Holzkohlegrill, daneben reicht ein Verkäufer duftende Falafel über die Theke, und vor einem kleinen Supermarkt stapeln sich leuchtende Khakis. Knappe fünf Kilometer lang ist die Straße, und obwohl sich hier längst auch Filialen großer Einzelhändler breit gemacht haben, braucht man nur in eine der Nebenstraßen abzubiegen, um dort mal von einer Käsemanufaktur, mal von einem Laden für Naturweine überrascht zu werden.

Wir spazieren kreuz und quer durch Kreuzberg und landen im Viertel rund um das Kottbusser Tor. Der Kotti – so nennen die Einheimischen ihren Kiez – ist laut und bunt und an manchen Ecken auch dreckig. Phasenweise war er berühmt für seine alternative Szene, für Kultur und Gegenkultur, immer wieder auch für Kriminalität und Drogenhandel. Heute leben hier Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen. Wie überall in Kreuzberg sorgen auch hier junge Künstler, Tech- und Media-Start-ups sowie ambitionierte Foodies für Dynamik und Innovation.

Im bürgerlichen Norden von Friedrichshain-Kreuzberg liegt der Gräfekiez: gründerzeitliche Altbauten, charmante Cafés, Kindergärten, Minigärten auf dem Bürgersteig. Wir gehen an den bodentiefen Schaufenstern der Albatross Bakery vorbei, die eine Art Institution des Kiezes ist. An manchen Tagen steht man hier lange für ein handgemachtes Sauerteigbrot oder Mandelcroissant an. Einige Gehminuten und zwei Ecken später begrüßt uns Janosch Thomsen in seinem Gastropub Lausebengel. „Ich bin mit diesem Kiez tief verbunden. Ich bin auf der anderen Straßenseite geboren und im Haus nebenan aufgewachsen“, erzählt er. Thomsen hat sein ganzes Leben inmitten unterschiedlicher Kulturen verbracht. Er ist dankbar für die türkischen und arabischen Gemeinden im Viertel und dafür, dass Immigranten aus aller Welt auch die Kulinarik der Stadt beeinflusst haben. „Noch bevor ich meine erste Currywurst probiert habe, kannte ich Döner Kebab“, sagt er und lacht. In seinem früheren Leben war der Lausebengel eine Bar mit Live-musik und ein Treffpunkt für die Menschen hier. Thomsen hat sie mit Feingefühl und einem Händchen für Details zum modernen Nachbarschaftslokal umgebaut. Heute gibt es hier zehn unterschiedliche Biere aus deutschen Traditionsbrauereien und eine Speisekarte, die Alt und Jung an einen Tisch bringt. Gerichte wie Bockwurst mit Sauerkraut, Senfeier und Königsberger Klopse sind zwar Berliner Traditionskost, kommen aber ganz jung und modern daher. Dafür sorgt der gebürtige Dortmunder Julian Hansmeier. Der Koch kam vor elf Jahren in die Hauptstadt. Seine Königsberger Klopse – Hackfleischbällchen in cremiger Kapernsauce – macht er aus Schweine- statt Rindfleisch. „So werden sie einfach saftiger“, erklärt er. In Kombination mit Kartoffelstampf, einer Rote-Bete-Vinaigrette, Schnittlauchöl und knallig pinken Blütenblättern sehen sie fantastisch aus und schmecken auch so. Die Blutwurst, die er bei einem Metzger in Berlin-Neukölln kauft, wird in Form von panierten Kroketten mit geräuchertem Apfelmus, Passionsfrucht und eingelegten roten Zwiebeln serviert. Köstlich!

Straßenwechsel: Auf der anderen Seite des Landwehrkanals zelebriert auch Philipp Vogel den kulinarischen Reichtum Kreuzbergs. Er ist Koch und Managing Director des Orania.Restaurants, des stylishen Restaurants mit Bar im Hotel Orania.Berlin. Das liegt – der Name lässt es vermuten – direkt an der Oranienstraße. Hier finden sich viele berühmte Clubs sowie angesagte Shops und Lokale. Vogel lebt selbst im Viertel, hat aber bereits in Spitzenrestaurants in London, Wien und Shanghai gearbeitet. Sein eigens kreiertes Xberg-Duck-Menü erzählt in Teilen seine eigene Geschichte, aber auch die des Kiezes, denn in dem Vier-Gänge-Menü wird eine ganze Ente verarbeitet – auf vier unterschiedliche Arten. Den Auftakt macht eine leicht gewürzte Dashi-Brühe mit einem Enten-Dim-Sum. Darauf folgt kross gebratene und glänzende Entenhaut mit eingelegter Gurke und Pfannkuchen. Für den dritten Gang wird die Brust des Tieres auf dem Lavagrill gebraten, in feine Streifen geschnitten und in einer süßen Pfeffersauce mit eingelegtem saurem Apfel und Pak Choi angerichtet. Zum Abschluss gibt es gebratenen Reis mit Entenfleisch von der Keule und einem leuchtenden Eigelb on top, das man mit den Essstäbchen behutsam unter den Reis rührt. Es ist ein Genuss.

Wir wechseln noch ein letztes Mal den Kiez und beenden unseren Bummel in Neukölln. Es ist längst Abend geworden, und die ersten Plätze in der Velvet Bar sind belegt. Das Licht ist angenehm gedimmt, das Interieur elegant-reduziert und der Barhocker bequem. Über die Spirituosen und weitere erlesene Ingredienzen wacht Ruben Neideck mit seinem Team. Der mehrfach ausgezeichnete Mixologe verwendet für seine ausgefallenen Kreationen Zutaten, die entweder von Bauern aus der Region kommen oder die er bei seinen eigenen Streifzügen durch nahe gelegene Wälder und Wiesen sammelt. Die Cocktailkarte wechselt wöchentlich, je nach Saison stehen Erdbeeren, Sanddorn oder Feigen im Fokus. Der klare, golden leuchtende Old Fashioned Twist wird mit einem Tannenzapfen auf Eis serviert. Der Drink selbst besteht zum größten Teil aus Korn, was nicht zuletzt auch eine Hommage an die alteingesessene Kneipenkultur in Neukölln ist. Zum Korn gesellen sich aber dann noch Pedro-Ximénez-Sherry, Sake, Amaro, Bourbon and Rhum Agricole.

Dieser fein ausbalancierte Drink aus internationalen Spirituosen und Zutaten direkt aus Berlin könnte fast so etwas wie ein Symbol für Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln sein. Denn ob Falafel oder Königsberger Klopse, französische Brioche oder Sauerteigbrot, arabischer Mokka oder Flat White, Blutwurst oder Sterne-Küche: Es ist alles da in diesen bunten Straßen Berlins.

Wo man am besten übernachtet

Orania.Berlin Das opulente Boutiquehotel liegt direkt an der angesagten Oranienstraße. Es bietet elegante Zimmer und ein tolles Restaurant mit Bar. DZ ab 160 Euro. Oranienstraße 40, 10999 Berlin, +49-30- 69539680, http://orania.berlin
The Dude by Charly In den schlichten, aber sehr komfortablen Zimmern in Berlin-Mitte fühlt man sich gleich wohl. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier zu Fuß erreichbar, auch die nächste Haltestelle liegt quasi vor der Tür. DZ ab 100 Euro. Köpenicker Str. 92, 10179 Berlin, +49-30- 22409338, http://thedudeberlin.com
Michelberger Hotel Das ehemalige Lagerhaus ist etwa zehn Gehminuten von der East Side Gallery entfernt. Hier checken Alleinreisende und Familien ein, um das lässige Berliner Flair zu erleben. DZ ab 100 Euro. Warschauer Str. 39–40, 10243 Berlin, +49-30-29778590, http://michelbergerhotel.com
The Yard Minimalistisch, modern, ruhig: Das Hotel in Kreuzberg ist eine Oase zum Entspannen. Vor der Tür wächst Grün, drinnen gibt es ein Spa. DZ ab 115 Euro. Alexandrinenstraße 125, 10969 Berlin, +49-30-25923890, http://hotel-theyard.berlin

Essen

21 Gramm Wie gemütlich es auch in einer ehemaligen Leichenhalle sein kann, beweist dieses Café-Bar-Restaurant, das am Wochenende eine beliebte Frühstückslocation ist. Zu den Bestsellern gehören eine Sauerteigstulle mit Pilzen, pochierten Eiern, eingelegtem Dill und Chiligurken sowie Buttermilch- Pancakes mit Dattelmascarpone. Frühstück mit Kaffee etwa 13 Euro p. P., Hermannstraße 179, 12049 Berlin, +49-30-76795810, https://www.21gramm.berlin
Albatross Bakery Die Bäckerei hat längst Kultstatus. Zu den hausgemachten Spezialitäten gehört Queen A, ein mächtiges Gebäck aus karamellisiertem Croissant-Teig, der mit Salz bestreut wird. Dafür muss man auch schon mal Schlange stehen. Täglich ab 8 Uhr kann man sein Glück versuchen. Gebäck etwa 3 Euro. <em>Graefestraße 66/67, 10997 Berlin, https://albatrossberlin.com
Café Botanico In diesem rustikalen Café dreht sich alles um blühendes Grün. Im dicht bewachsenen Hinterhof ist es urgemütlich, die Zutaten für die italienischen Gerichte und die Limonade stammen aus dem hauseigenen Permakulturgarten. Drei-Gänge-Menü etwa 25 Euro p. P. (ohne Getränke). <em>Richardstraße 100, 12043 Berlin, +49-30-89622000,
https://www.cafe-botanico.de
CODA Zu den sieben außergewöhnlichen Dessert-Gängen des Zwei-Sterne- Kochs René Frank gibt es jeweils eine passende Getränkebegleitung. Die Kreationen sind innovativ, das Aromenspiel ist ein Erlebnis. Sieben-Gänge- Menü mit Getränkebegleitung und Snacks um 18 Uhr etwa 178 Euro p. P. Fünf-Gänge-Menü mit Getränkebegleitung und Snacks um 22 Uhr etwa 118 Euro p. P. Friedelstraße 47, 12047 Berlin, +49-30-91496396, https://coda-berlin.com
Eins44 In dieser stilvoll renovierten ehemaligen Destillerie wird moderne europäische Küche serviert. Die Speisekarte wechselt wöchentlich, Weinkenner staunen über eine große Auswahl an konventionellen und Naturweinen. Vier-Gänge-Menü mit Käse oder Dessert etwa 84 Euro p. P. (ohne Getränke). Elbestraße 28/29, 12045 Berlin, +49-30-62981212, https://www.eins44.com
Five Elephant Die Spezialitätenkaffeerösterei liegt im Herzen Kreuzbergs. Der Kaffee ist fantastisch, der Philadelphia-Cheesecake legendär. Kaffee und Kuchen etwa 6 Euro. Reichenberger Str. 101, 10999 Berlin, https://www.fiveelephant.com/de
Isla Coffee Das moderne Café setzt sowohl in Sachen Einrichtung als auch beim Abfall auf Minimalismus. Die kreativ belegten Brote schmecken hervorragend. Brunch mit Kaffee etwa 6 Euro p. P. Hermannstraße 37, 12049 Berlin
Jaja Weintrinker können die Naturweine aus diesem Mix aus Shop, Bar und Lokal entweder gleich vor Ort probieren oder sie flaschenweise kaufen. Die Besitzer des Shops, ein französisch-deutsches Paar, beraten ihre Kundschaft mit Passion. Herzblut steckt auch in den Käseplatten und Gerichten, die sie zum Wein servieren. Drei-Gänge-Menü mit Wein etwa 51 Euro p. P. Weichselstraße 7, 12043 Berlin, +49-30-52666911, https://jajawein.de
Kreuzberger Himmel Die syrischen Köstlichkeiten des Lokals werden von Geflüchteten zubereitet und serviert. Das Restaurant ist Teil eines Integrationsprojektes der lokalen Initiative „Be An Angel e. V.“ Auf den Tisch kommen Fladenbrot, Schafskäse und unzählige weitere frische Mezze mit Granatapfel, Petersilie und feinen Gewürzen. Zwei Gänge etwa 26 Euro p. P. Yorckstraße 89, 10965 Berlin, +49-17-17858939, https://www.kreuzberger-himmel.de
Orania.Restaurant & Orania.Bar Philipp Vogel ist Geschäftsführer und Küchenchef im Haus. Bekannt ist er für sein Xberg-Duck-Menü. Dabei wird die Ente auf vier unterschiedliche Arten zubereitet, etwa als gegrillte Entenbrust mit süßer Pfeffersauce. XBerg Duck-Menü etwa 64 Euro p. P. (ohne Getränke). Oranienplatz. 17, 10999 Berlin, +49-30-69539680, https://orania.berlin
Velvet Bar Stimmige Beleuchtung und zurückhaltendes Interieur sorgen in dieser Bar für eine angenehme Atmosphäre. Gemixt werden hier saisonale Cocktails mit handverlesenen Zutaten. Cocktails etwa 10 Euro. Ganghoferstraße 1, 12043 Berlin, +49-1634605031, https://www.velvet-bar-berlin.de

Nicht verpassen

Jüdisches Museum Berlin Das größte jüdische Museum Europas ist in einem Gebäude des polnisch‐amerikanischen Architekten Daniel Libeskind untergebracht. Es dokumentiert die über 2000‐jährige Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland anhand von Kunstwerken, Filmen und interaktiven, wechselnden Ausstellungen. Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, https://www.jmberlin.de Markthalle Neun Für Foodies ist hier der Himmel auf Erden. Neben den klassischen Wochenmarktprodukten gibt es Dry Aged Burger, mediterrane Feinkost und Craftbeer. Donnerstags schlemmen sich Besucher ab 17 Uhr durch Streetfood aus aller Welt. Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin, https://markthalleneun.de Wochenmarkt am Maybachufer Der Neuköllner Markt ist auch als Türkischer Markt bekannt, weil Angebot und Atmosphäre an orientalische Basare erinnern. Ein Highlight. Dienstags und freitags, 11 bis 18.30 Uhr. Maybachufer 12047 Berlin, https://www.visitberlin.de/de Tempelhofer Feld Einst Parade‐ und Exerzierplatz, später Flughafen, heute weitläufiges Erholungsgebiet: Auf dem riesigen Gelände trifft man sich zum Picknicken und Inlineskaten oder spaziert an bunten Gemeinschaftsgärten vorbei.

Glossar

  • Ayran: Türkischer Joghurtdrink
  • Blutwurst: Wurst aus Schweineblut, Speck, Schwarte und Fleisch
  • Bockwurst : Brühwurst aus fein zerkleinerter Wurstmasse
  • Currywurst : Bratwurst, die mit einer würzigen Sauce aus Tomaten und Currypulver serviert wird. Dazu isst man ein Brötchen oder Pommes
  • Döner Kebab: Mit Fleisch, Salat und Sauce gefülltes Pitabrot
  • Eisbein: Die gekochte Schweinshaxe wird gerne mit Sauerkraut und Kartoffelpüree, in Berlin auch mit Erbspüree, gegessen
  • Königsberger Klopse: Fleischklöße mit cremiger Kapernsauce
  • Pfannkuchen: In Berlin heißt das ausgebackene und mit Marmelade gefüllte Hefegebäck Pfannkuchen, im Rest Deutschlands heißt es Berliner
  • Senfeier : Zu den gekochten Eiern mit Senfsauce werden Kartoffeln serviert

Food and Travel reiste mit Unterstützung der Deutschen Zentrale für Tourismus und VisitBerlin. https://www.germany.travel/de/startseite.html https://www.visitberlin.de/de

This article was published on 12th October 2022 so certain details may not be up to date.




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